Besuch der Konferenz „Reform der EU-Agrarpolitik nach 2020“

Mittwoch, Dezember 5, 2018

Die anstehende Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik soll die Rahmenbedingungen bereitstellen, damit die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union dem Anspruch einer Klima- und umweltschonenderen Landwirtschaft gerecht werden und mit einem reduzierten Agrarhaushalt zurecht kommen können.

Die Ansprüche an die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) haben sich geändert. Die Versorgung mit hochwertigen, sicheren und erschwinglichen Lebensmitteln ist gewährleistet, nun muss die europäische Landwirtschaft auch hinsichtlich der Umwelt nachhaltiger werden, während die Sicherung des Einkommens und damit der Existenz der europäischen Landwirtinnen und Landwirte nicht aus den Augen verloren werden darf. Die GAP muss sich zudem der Herausforderung stellen, mit einem geringeren Budget auszukommen. Großbritannien verlässt die Europäische Union (EU) und andere Sektoren wie der Bereich Migration und Digitalisierung verringern die Verfügbarkeit von finanziellen Mitteln für den Agrarsektor.

Der Reform-Vorschlag der EU-Kommission wird bereits öffentlich breit diskutiert. Verbände schlossen sich zu einer Plattform zusammen und veröffentlichten gemeinsam ihre Forderungen zur GAP nach 2020. Der Europäische Rechnungshof legte ebenfalls eine Stellungnahme zur GAP-Reform vor. Auch europe direct sowie die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt luden Vertreterinnen und Vertreter aus Agrarverwaltungen, Landwirtschaftsbetrieben, Umwelt-, Agrar- und Tierschutz-Verbänden, der Wissenschaft sowie Landtagsabgeordnete ein, die anstehende GAP-Reform mit den Plänen zur Kappung der Direktzahlungen sowie der erhöhten Ko-Finanzierungsrate der Mitgliedsstaaten zu diskutieren. Am 28. November 2018 fand im Umweltbundesamt in Dessau die Konferenz zur „Reform der EU-Agrarpolitik nach 2020 im Spannungsfeld von neuen EU-Prioritäten, Erwartungen im ländlichen Raum sowie ökologischer und sozialer Verantwortung“ statt. Teilnehmende der Konferenz konnten über sli.do ihre Fragen und Argumente in die Plenums-Diskussionen einbringen.

Folien der Vorträge sowie Antworten auf die sli.do-Fragen aus dem Publikum sind auf folgender Webseite zu finden: https://edic-md.eu/.